2008
09
Jun

Diesen Artikel habe ich eben gefunden und möchte ihn mit Euch teilen.

Auch wenn es Basics sind – es schadet ja nie, sich kurz vor Augen zu halten, welche Fehler man als Freelancer begehen kann und vor allem: wie man sie umgeht.

http://www.bspcn.com/2007/08/28/the-10-biggest-mistakes-freelancers-make-and-how-to-avoid-them/

UPDATE: Eine schnelle Übersetzung:

1. Deadlines verpassen – der Ruf ist des Freelancers wichtigstes Werkzeug.

Kurz gesagt ist es die Fähigkeit, qualitativ hochwertige Arbeit abzuliefern und sich an Deadlines zu halten, die Ihren Ruf ausmacht. Und als Freelancer ist Ihr Ruf das Einzige, was Sie haben. Verpassen Sie zu häufig Deadlines werden Sie Ihre Kunden bald an Andere verlieren.
Wie Sie das vermeiden: Machen Sie Deadlines zu Ihrer höchsten Priorität (natürlich gemeinsam mit Qualitätsarbeit), planen Sie mehr Zeit ein, als Sie de facto brauchen werden, teilen Sie das Projekt in kleinere Einzelteile auf und seien Sie in der Lage, für jeden Schritt Rechenschaft ablegen zu können.

2. Zu wenig berechnen – keine falsche Bescheidenheit. Tipp: Den Markt immer im Auge behalten.

Insbesondere frischgebackene Freelancer unterschätzen sich selbst und berechnen ihren Kunden weniger, als ihre Arbeit wert ist. Das ist ok, wenn Sie neu anfangen und noch weder über Referenzen noch einen Ruf verfügen. Sobald Sie brilliante Arbeit abgeliefert haben, haben Sie keine Angst zu verlangen, was Sie wert sind, sonst verkaufen Sie sich unter Wert. Außerdem müssen Sie zu viel arbeiten, nur um die Rechnungen zu bezahlen.
Wie Sie das vermeiden: Es ist immer gut herauszufinden, was der Markt hergibt, und dann ein wenig mehr zu berechnen. Das wird Ihren Kunden signalisieren, dass Sie gute Arbeit leisten. Finden Sie heraus, wie viel Sie verdienen möchten, und wie viele Stunden Sie tatsächlich arbeiten möchten. Berechnen Sie Ihren Stundensatz auf dieser Basis.

3. Zu wenig Recherche vorab – beim Pitch sollte man den Kunden bereits “kennen”.

Hiermit ist Recherche gemeint, die Sie vor dem Pitch erledigen, nicht vor dem Abschluss des Auftrages. Es kommt oft vor, dass ein Freelancer einen potentiellen Kunden kontaktiert und um einen Auftrag pitcht, ohne den Kunden und dessen Bedürfnisse zu verstehen, und ohne zu wissen, wie das betreffende Projekt den Kunden voranbringen soll. Diese Herangehensweise wird Ihnen keine Aufträge einbringen.                                                                                                              Wie Sie das vermeiden: Recherchieren Sie den Kunden gründlich, bevor Sie ihn kontaktieren. Natürlich ist das Internet eine gute Möglichkeit, dies zu tun. Sie sollten wissen, was der Kunde macht, sollten das Marktumfeld und die Ziele (im Allgemeinen) des Kunden kennen und einen Weg finden, wie Sie den Kunden beim Erreichen dieser Ziele unterstützen
können. Wie können Sie den Wert steigern? Das sollte das Thema des Pitches sein.

4. Auswahl der falschen Kunden – die Bewerbung um ein Projekt als gegenseitiges Abtasten.

Die Beziehung zwischen dem Kunden und dem Freelancer ist wichtig, und es gibt viele Faktoren, die einen Kunden zu einem guten, aber auch schlechten Kunden für Sie machen. Diese Faktoren sind u.a. das Marktumfeld des Kunden, die Arbeitsweise, wie kompliziert der Kunde ist, wie wahrscheinlich es ist, dass der Kunde sich auf Ihre Gehaltsvorstellungen einlässt, wie viel Arbeitsaufwand der Kunde erwartet, die Fähigkeit des Kunden, termingerecht und ohne
Komplikationen zu zahlen und so weiter. Wählen Sie den falschen Kunden, werden Sie weniger Geld verdienen, unglücklich sein und mehr arbeiten.                                                                                                                                                                        Wie Sie das vermeiden: Wählen Sie Ihre Kunden sorgfältig aus. Auch hier gilt: Recherchieren Sie und tauschen Sie sich mit anderen Freelancern aus, die bereits für den Kunden gearbeitet haben.  Wenn Sie einen Kunden kontaktieren, sehen Sie diesen Schritt als gegenseitiges Abtasten – der Kunde wird versuchen herauszufinden, ob Sie für ihn richtig sind, und genau das sollten Sie auch tun. Schlagen Sie für die ersten Aufträge eine Art Probezeit vor, um herauszufinden, wie die Zusammenarbeit funktioniert. Evaluieren Sie Ihre Kunden in regelmäßigen Abständen um herauszufinden, ob sie den Aufwand wert sind.

5. Zu persönlich werden – freundlich, aber immer professionell bleiben.

Es ist gut, sich mit einem Kunden zu verstehen, aber Sie sollten auf einer professionellen Basis bleiben. Sie sollten nicht danach streben, beste Freund zu werden. Natürlich sollten Sie auch nicht zu formell sein, aber wenn Sie zu persönlich werden, könnten zwei Dinge passieren:
1) könnte einer von Ihnen verletzt werden oder wütend sein aufgrund von geschäftlichen Entscheidungen; oder 2) könnte der Kunde Sie für unprofessionell halten. Beides ist schlecht für Ihr Geschäft.                                                                           Wie Sie das vermeiden: Beginnen Sie jede Form von Korrespondenz formell und werden Sie freundschaftlicher, abhängig von der Art, wie der Kunde mit Ihnen kommuniziert. Haben Sie keine Angst, sich freundschaftlich zu geben, aber gehen Sie gleichzeitig nicht über das Geschäftliche hinaus und überschreiten Sie nie die Grenze zum Unprofessionellen.

6. Frust ablassen beim Kunden – bei Konflikten immer Ruhe bewahren.

Bei Problemen mit den Kunden tendieren einige Freelancer dazu, ihre Frustration beim Kunden abzulassen. Entscheidet beispielsweise ein Redakteur, meinen Artikel nicht zu bringen, könnte ich meine Frustration und meinen Unmut auf eine sehr wütende Art zeigen. Dies wird jedoch Ihrem Ruf schaden, nicht nur auf diesen, sondern auch auf künftige Kunden bezogen. Treten Sie häufiger so auf, wird  dies wiederum zu weniger Aufträgen führen.
Wie Sie das vermeiden: Kommt es zu einem Problem mit einem Klienten, das  Sie verärgert oder frustriert, kommunizieren Sie dies nicht sofort. Lassen Sie woanders Dampf ab, zum Beispiel indem Sie mit einem Freund reden, Sport treiben oder eine Packung Eis essen. Aber lassen Sie den Dampf nie bei Ihrem Kunden ab, oder anderswo in Ihrem professionellen Umfeld. Beißen Sie sich notfalls auf die Zunge. Wenn Sie sich beruhigt haben, kommunizieren Sie mit Ihrem Kunden auf eine nicht emotionale, professionelle und bevorzugt positive und trotzdem deutliche Art, um zukünftige Probleme zu verhindern.

7. Kein Folgeideen präsentieren – an die (eigene) Zukunft denken und den Kunden binden.

Es kommt häufig vor, dass ein Freelancer ein Projekt beendet und dann mit einem anderen Projekt  für einen anderen Kunden fortfährt. Vielleicht weil der Freelancer hofft, dass die abgelieferte Arbeit so fantastisch war, dass der Kunde am nächsten Tag vor der Tür steht. Unglücklicherweise passiert das meistens nicht. Wenn Sie nicht die Basis für eine künftige Zusammenarbeit vorbereiten, wird es diese Zusammenarbeit nicht geben.                                                                                Wie Sie das vermeiden: Schlagen Sie nach Abschluss eines Projektes eine Folgeidee für eine weitere Zusammenarbeit vor.
Bekommen Sie kein Feedback, bleiben Sie hartnäckig.

8. Auf eine Einkommensquelle verlassen – lieber absichern.

Sich auf ein oder zwei Kunden zu verlassen ist immer eine schlechte Idee. Wenn Ihr Hauptkunde Sie fallen lässt, sein Budget für Freelancer-Arbeit reduziert oder das Geschäft aufgibt, haben Sie ein Problem. Und können Ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen.                                                                                                                                                                             Wie Sie das vermeiden: Sorgen Sie dafür, Ihr Einkommen nicht aus einer einzelnen Quelle kommt. Vielleicht fangen Sie mit einem Kunden an (was wir am Anfang alle tun), aber verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf diesen einen Kunden, bis Sie weitere Kunden hinzugefügt haben. Wenn Sie in der Lage dazu sind, andere Einkommensquellen aufzutun (ein Voll- oder Teilzeitjob, ein anderes Unternehmen, das Einkommen Ihres Ehegatten, in einem Blog werben, der Verkauf eines Produktes, Amway), sollten Sie hart dafür arbeiten. Es wird Ihr Einkommen wesentlich stabiler und verlässlicher machen.

9. Zu wenig Selbstdisziplin – Flexibilität ist gut, aber Deadlines sind wichtiger.

Lassen Sie uns ehrlich sein: An manchen Tagen ist einem einfach nicht nach Arbeit. Und das ist vollkommen in Ordnung, solange wir flexibel sind und die Arbeit an einem anderen Tag nachholen. Zu viele Tage ohne Motivation jedoch führen dazu, dass Sie schon bald über kein Einkommen mehr verfügen. Und Sie Deadlines nicht einhalten können. Gar nicht gut. Wie Sie das vermeiden: Es ist in Ordnung, flexibel zu sein, um dann arbeiten zu können, wenn Sie sich produktiv fühlen. Wenn Sie jedoch eine Deadline haben, werden Sie nicht nachlässig. Zwingen Sie sich, die Deadline einzuhalten, und
arbeiten Sie „häppchenweise“, um sich zu motivieren.

10. Sich selbst nicht treu bleiben – auch wenn Einkommen wichtig ist, eigene Prinzipien nicht vergessen.

Oft nehmen wir einen Job an, weil wir das Einkommen brauchen, ohne dass die Arbeit zu uns passt. Dabei fühlen wir uns schlecht, was dazu führt, dass wir allmählich anfangen, uns selber zu verabscheuen. Bis wir die Aufgabe nicht mehr erfüllen möchten.                                                                                                                                                                                                  Wie Sie das vermeiden: Suchen Sie von Anfang an nach Aufträgen, die zu Ihren Werten passen und Sie sein lassen, wie Sie sind. Sich zu verstellen und unehrlich zu sein, anderen und sich selbst gegenüber, bringt Ihnen nichts. Seien Sie aufrichtig in Ihren Interaktionen mit anderen und haben Sie keine Angst, Dinge abzulehnen, die nicht zu Ihnen passen.
Streben Sie immer danach, Arbeit zu finden, die Sie lieben.

4 Antworten zu "Die 10 größten Fehler von Freiberuflern"

Gibt es die seite auch im Internet auf Deutsch?

Hallo Robert,
noch gibt es die Seite nicht auf Deutsch – ich werde sie aber schnellstmöglich übersetzen und die Übersetzung dann hier posten.

klingt eigentlich ganz einfach, mich würden mal ein paar Erfahrungsberichte unserer Freelancer interessieren?

Man wundert sich nur, dass es dennoch manchmal einfach nicht rund läuft :)

Für mich, der ich zeitweise unter einer ausgeprägten Motivationsschwäche leide, wenn es darum geht die Dinge anzupacken, ist der beste Tip der mit dem “häppchenweise arbeiten”.

Manchmal sitzt man ja vor einem Auftrag wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange. Da hilft es, sich ganz kleine Einzelschritte vorzunehmen (am Besten aufschreiben, dann hat man was zum Abhaken :) ), denn : 1. ist ein wenig zu tun besser als gar nichts zu tun und 2. verschafft einem auch ein kleiner Schritt ein Erfolgserlebnis und kann die Lust am Projekt neu entfachen.

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