2008
21
Mrz

Make or buy?

Beitrag von Christiane / Kategorie: Allgemein, Markt

“Make or buy?“ Diese Frage stellt sich zunehmend aufgrund steigender Anforderungen. Fast alle Unternehmen lagern Aufgaben, die nicht zum Kerngeschäft gehören, an spezialisierte Dienstleister oder Freiberufler aus. Damit möglichst wenig schiefgeht, sollte man ein paar einfache Grundregeln beachten:

Bevor man einen Spezialisten beauftragt, sollte man sich über die Zielsetzung Gedanken machen – Wenn das nicht klar ist, kann kein Spezialist eine zufriedenstellende Leistung abliefern. Daraus ergibt sich Umfang und Inhalt der Aufgabe für den externen Dienstleister.

Erfolgsentscheidend ist auch die Mitarbeit als Auftraggeber. In der Regel sind die Themen so komplex, dass ein Dienstleister auf Vorleistungen seitens der Kunden angweisen ist. Ein gutes Briefing ist dabei nur ein Beginn. Klare Verteilung von Verantwortlichkeiten sowie festgelegte Regeln zur Konfliktbearbeitung erhöhen die Wahrscheinlichkeit, auch im Falle unerwartet auftretender Schwierigkeiten zu einer guten Lösung zu kommen und eine konstruktive Zusammenarbeit sicherzustellen.

Auch die Suche nach dem passenden Dienstleister ist entscheidend, es lohnt sich, Energie aufzuwenden für die Kombination aus der passenden Erfahrung und dem richtigen Know-how, und – nicht ganz zu vernachlässigen, ein bischen Herzblut wenn die Aufgabe es hergibt. Pflicht ist das Überprüfen von Referenzen.

Zu einem erfolgreichen Projekt gehört Feedback und im Anschluß ein Review, besonders wenn man weiterhin zusammenarbeiten möchte.

Wichtige Fragen vorab:

1. Was ist das Ziel? Wie genau können die Aufgaben definiert werden?

2. Welche Aufgaben müssen intern, welche können extern erledigt werden?

3. Gibt es eindeutig definierte Schnittstellen und Ansprechpartner?

4. Welche Eskalationsmechanismen gibt es?

5. Wie wird die Vergütung geregelt? Ist die Aufgabe so klar, dass man einen Werkvertrag machen kann oder konkretisieren sich die Aufgaben erst im Verlauf des Projekts, so dass ein Dienstvertrag sinnvoller ist?

Aus meiner Sicht gibt es in vielen Unternehmen noch viel viel Potenzial für mehr Beschäftigung von Externen. Abgesehen von den Impulsen, die jeder gute Spezialist einbringt, könnte man sich dann ja acuh nochviel besser auf das eigene Kerngeschäft konzentieren. Vielleicht ist es auch eher die Scheu, sich mit den notwendigen Voraussetzungen zu beschäftigen, nämlich: Was ist eigentlich der Kern des eigenen Business?

Diese Seite bookmarken bei...
  • del.icio.us
  • Netvouz
  • MisterWong
  • Digg
  • email
  • Facebook
  • FriendFeed
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Netvibes
  • Twitter
  • Yigg

2 Antworten zu "Make or buy?"

Das Problem ist, dass viele Entscheider nur die Kosten vergleichen. Und da ist “das frickeln wir irgendwie selber zurecht” natürlich viel billiger als ein Profi, der es ordentlich macht. Dass sich die bessere Arbeit des externen Experten später durch besseren Workflow, größere Skalierbarkeit oder weniger Wartungskosten rentiert sehen die meisten nicht.

[...] gibt Ratgeber-Beiträge wie “Make or buy”, Tipps wie der Artikel zur next08 oder der Linktipp hier und Interna wie die CeBIT-Nachlese. [...]

Einen Kommentar schreiben

Kommentar