Horst Harrant, zertifizierter Project Management Professional (PMP®) und langjähriger Projektmanagement-Trainer gibt Tipps zum professionellen Risikomanagement. Zum Beispiel sollte von Anfang an ein gutes Risikomanagement fest in Projekte installiert sein. Das Hauptziel des Risikomanagements besteht jedoch darin, die potenziellen Problemfelder innerhalb des Projekts ausfindig zu machen und die damit verbundenen Risiken zu identifizieren. Dabei sollte sich Risikomanagement auf die wichtigsten und gefährlichsten Risiken konzentrieren.
„Nach dem Pareto-Prinzip gilt: Die 20 Prozent der „wichtigsten Risiken“
verursachen circa 80 Prozent der gesamten Schäden im Projekt.“
Mit der Planung und Analyse der Projektrisiken sollte man so früh wie möglich beginnen, auf alle Fälle immer vor dem Vertragsabschluss.
Typische Risiken
- unterschiedliche Ziele der Projektbeteiligten oder unklare Projektanforderungen
- wichtige Arbeitsschritte werden versäumt oder Methoden nicht sauber eingesetzt
- unzureichende Risikoanalyse, unklare Definition bei der Projektanforderung, unklare Verträge oder wechselnde Zielsetzungen
Leitsätze, die vor Schlimmerem schützen sollten
- Risiken gehören zu jedem Projekt und sind kein Grund zur Panik
- Alle Projektverantwortlichen sind für das Risikomanagement verantwortlich
- Offene und ehrliche Kommunikation kann beim frühen Erkennen von Risiken helfen
- Risiken und entsprechende Abwehrmaßnahmen gehören zu den ersten Themen jeder Projektbesprechung
- Beschlossene Abwehrmaßnahmen und Entscheidungen werden konsequent umgesetzt und auf Wirksamkeit überwacht
- Probleme sollten Projektintern bleiben und sofort behandelt werden
- Vorgehensweisen und Tools im Risikomanagement werden im Projektteam abgestimmt und einheitlich angewendet
Quelle: Haufe Akademie



